Ein Grund, viermal im Jahr nach Belgien zu fahren

The Chocolate Line Brügge

Dass es in Belgien gute Schokolade gibt, ist nicht gerade ein Geheimtipp. Trotzdem fühle ich mich geradezu verpflichtet, meinen ersten Beitrag diesem Thema zu widmen. Schließlich hat mich fast ausschließlich Schokolade dieses Jahr viermal nach Belgien getrieben. Und ich kann euch jetzt schon verraten: Nicht belgische Schokolade ist die Reise wert, sondern nur ein ganz gewisser Chocolatier.

Als wir (wir bedeutet, wenn nicht anders ausgewiesen, meine Frau und ich) im Juni das erste Mal nach Brügge fuhren, war tatsächlich noch das pittoreske Städtchen der Hauptgrund für den – von Köln aus zugegebenermaßen nicht allzu beschwerlichen – Weg ins Nachbarland. Nur so nebenbei: Brügge ist auch wirklich wunderschön. Selbst wenn ihr keine Schokolade mögt (solls ja geben), lohnt sich ein Besuch. Zurück zur Schokolade: Generell ist mir bei jeder Reise wichtig, möglichst viel zu essen und alles zu probieren, was der Zielort so hergibt. In Brügge hieß das: Wir sind verpflichtet, viel Schokolade zu essen. Okeee – machste nix.

Brügge

Wir haben also für den ersten Test recht willkürlich The Chocolate Line ausgewählt (wahrscheinlich weil wir gerade zufällig davor standen). Und was soll ich sagen: Volltreffer! Ich weiß nicht mehr genau, welche Schokolade ich beim ersten Besuch als erstes probiert habe, aber sie war hervorragend. Als frühes Highlight zeichnete sich auf jeden Fall Marrakech ab – wer die Kombination aus Schokolade und Minze mag, für den lohnt sich ein Besuch in Brügge alleine dafür. Dieses Stückchen Schokolade schmeckte tatsächlich nach echter, frischer Minze.

Generell macht der Chocolatier ein bisschen den Eindruck eines Hipster-Lädchens. Der Gründer hat wohl einst mit den Rolling Stones Schokolade geschnupft – das ist schon ziemlich hip. Die riesige Auswahl und die außergewöhnlichen Geschmackkombinationen haben uns dennoch für unser erstes Wochenende in Brügge fest an diesen einen Laden gefesselt. Die Schokolade dort sieht zwar wie herkömmliche Pralinen aus; mit schweren, übersüßten Schokoklumpen hat sie aber sonst nichts gemein. Das Geschmackserlebnis hier: fruchtig, würzig, leicht, lecker, schokoladig, ungewöhnlich.

Gründe für die Rückkehr

Schokolade Brügge Zum Glück kam im Juli Besuch aus Neuseeland. Um unseren Gästen etwas zu bieten, schlugen wir völlig selbstlos einen Wochenendtrip nach Brügge vor. Diesmal waren wir etwas experimentierfreudiger und wagten uns auch in andere Läden – überzeugen konnte keiner. Zwischenzeitlich hatten wir übrigens auch rausgefunden, dass The Chocolate Line keinen Online-Shopsondern lediglich die Filiale in Brügge und eine in Antwerpen betreibt. Das führte dazu, dass wir am Ende des Wochenendes mit 500 g Schokolade nach Hause fuhren.

Im August bekamen wir wieder Besuch in Köln. Meine Schwester und ihr Freund wurde prompt für einen Tagesausflug nach Antwerpen geschleppt. Zum einen liegt Antwerpen etwas näher an Köln, zum anderen wollten wir zur Abwechslung durch eine neue Stadt spazieren. Die dortige The-Chocolate-Line-Filiale ist etwas größer als die in Brügge (vermutlich proportional zur Stadt) – die Schokolade unverändert lecker.

Anfang November bin ich dann mit Frau, Schwester und Schwager nach Brüssel – wohl wissend, dass The Cocolate Line dort nicht stationiert ist, aber noch nicht ganz überzeugt, dass deren Schokolade wirklich so einzigartig sein soll. Nach ca. fünf verschiedenen Chocolatiers (deren Schokolade durchaus lecker war) bestand allerdings kein Zweifel mehr: Ich bin kein Pralinen-Fan, ich bin The-Chocolate-Line-Fan.

Nach der ausufernden Schokoladen-Odyssee hier noch meine persönlichen Top 5, falls ihr The Chocolate Line eines Tages selbst aufsucht (ich werde 2014 sicher wieder nach Brügge oder Antwerpen fahren):

  1. Marrakech (Vollmilchschokolade, weiße Schokolade, frische Minzblätter)
  2. Carasel (Vollmilchschokolade, Karamell, Salz)
  3. Framboise (Vollmilchschokolade, Himbeersaft)
  4. Miss Piggy (Vollmilchschokolade, Mandelcreme, Speck, Quinoa)
  5. da weiß ich leider den Namen nicht mehr (Vollmilchschokolade, Passionsfrucht)
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Alex

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Hallo, ich bin Alex! Online-Redakteurin und Reisebloggerin, frische Mama und glückliche Ehefrau, Wahl-Kölnerin mit bayrischen Wurzeln, von Dauer-Fernweh geplagt und doch immer wieder gern zu Hause. Ich erkunde die Welt am liebsten mit meiner Frau und unserem kleinen Sohn. Herzlich willkommen auf meinem Reiseblog!

2 Comments on “Ein Grund, viermal im Jahr nach Belgien zu fahren

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