Lieblingsorte in Neuseeland – Teil 1

Neuseeland Natur

Neuseeland ist wahrlich kein Geheimtipp mehr. Wenn ich mich an die Zahl der deutschen Touristen erinnere, die mir im Urlaub über den Weg gelaufen sind, muss eigentlich zumindest schon jeder Deutsche im Alter von 20 bis 30 Jahren dort gewesen sein. Das spricht nicht unbedingt für Neuseeland als nächstes Reiseziel? Richtig – aber viele andere Argumente schon.

Für eine Reise nach Neuseeland gibt es viele Gründe: Die freundlichen Neuseeländer, die Abwesenheit jeglichen giftigen Getiers oder die unkomplizierte Reiseplanung. Was mich besonders an diesem Land fasziniert, ist aber seine Vielfältigkeit. Egal, was ihr im Urlaub sucht, irgendwo in Neuseeland werdet ihr es finden. Dieses Land bietet den perfekten Fleck für jeden Reisenden.

Neuseeland für …

… Einsame-Strand-Liebhaber:

Einen einsamen Strand in Neuseeland zu finden ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht vermuten möchte. Die geringe Zahl an Einheimischen wird durch die beträchtliche Zahl an Touristen aufgewogen, wodurch das Land gerade zur Hauptreisezeit gut besiedelt ist. Dennoch könnt ihr hier und da noch wundervolle Strände finden, an denen ihr ungestört mit den nackten Füßen im Sand entlangspazieren könnt. Meist muss man dafür nur ein paar Schritte weitergehen als der gemeine Tourist.

Bei den Moeraki Boulders an der Ostküste der Südinsel sieht man beispielsweise die Hauptattraktion (große, runde Steine im Sand) vor lauter Reisenden kaum, was wenig beeindruckend ist. Wir sind dann einfach an den Steinen vorbei etwas weiter gelaufen – und da war es plötzlich wunderschön.

Moeraki Strand

Strand ohne Moeraki Boulders und ohne Touristen.

Der beste Fleck, um einsame und zugleich wunderschöne Strände zu genießen, sind vielleicht die Catlins, ganz im Süden Neuseelands. Ein besonderes Highlight: Surat Bay, ein Strand fast ohne Menschen, an dem ihr vielleicht sogar Seelöwen begegnen könnt. Als wir spaziert sind, haben uns aber nicht mal die in der Einsamkeit gestört.

Surat Bay

Strand ohne Seelöwen und ohne Touristen.


… gut betuchte Hipster:

Bungee-Jumping, Rafting, Skydiving – ihr wollt in Neuseeland spektakuläre Erlebnisse sammeln, seht dabei auch noch ganz entspannt aus und könnt euch all das leisten? Dann ist Queenstown der perfekte Ort für euch. Hier bringt ihr auf jeden Fall jede Menge außergewöhnliche Geschichten für neidische Freunde mit nach Hause – und voraussichtlich auch einen gebrochenen Arm. Queenstown ist nämlich nicht nur die neuseeländische Hochburg der Extremsportarten und der modischen Wollmützen, sondern auch der verstauchten Knöchel und bandagierten Arme. Dadurch wird Queenstown gleichzeitig zum perfekten Fleck für alle Physiotherapeuten.

Für alle, die sich weder als gut betucht noch als Hipster bezeichnen und denen schon beim Tretbootfahren schlecht wird, ist Queentown trotzdem einen Besuch wert. Warum? Dazu gibt es noch einen gesonderten Blogbeitrag. Ein Hinweis: Es hat mit Essen zu tun.

Essen in Queenstown

Der Blick meiner Frau zum kulinarischen Highlight.


… überzeugte Hobbit-Fans:

Alle, die die letzten Jahre besorgt dabei zusahen, wie Peter Jackson immer weiter an Gewicht verlor, weil offensichtlich nach der Bezahlung der ganzen Orcs und Hobbits nicht mehr genug Geld für ihn übrig blieb, können in Matamata eine kleine Spende für ihn hinterlassen.

Nahe der kleinen Ortschaft könnt ihr Teile des Auenlands besuchen, an Bilbos Gartenzaun klopfen und im Grünen Drachen ein Bier trinken. Nach den Dreharbeiten zu den Hobbit-Filmen blieben die hübschen bunten Hobbithöhlen komplett erhalten und sind definitiv sehenswert. Aber Achtung: Ihr seid nicht die einzigen, die die Herr-der-Ringe- oder Hobbit-Filme gesehen haben. Nur mal so zum drüber nachdenken. Nachgedacht? Richtig – mit euch werden gefühlt dreihundert weitere Film-Fans durchs Auenland wandern. Dafür könnt ihr neben den Höhlen auch einen Baum bewundern, der komplett mit künstlichen Blättern bestückt wurde, und über den Zaun springen, über den einst schon Frodo hüpfte.

Die Einnahmen aus den Eintrittspreisen (ca. 45 € pro Person) gehen zur Hälfte an den Grundbesitzer und zur Hälfte an Peter Jackson.

Hobbithöhle

Mini-Immobilie mit gelber Tür.

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Alex

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Hallo, ich bin Alex! Online-Redakteurin und Reisebloggerin, frische Mama und glückliche Ehefrau, Wahl-Kölnerin mit bayrischen Wurzeln, von Dauer-Fernweh geplagt und doch immer wieder gern zu Hause. Ich erkunde die Welt am liebsten mit meiner Frau und unserem kleinen Sohn. Herzlich willkommen auf meinem Reiseblog!

3 Comments on “Lieblingsorte in Neuseeland – Teil 1

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